Der Golden Retriever

Die Geschichte des Golden Retrievers

Der Golden Retriever entstand aus einer Kreuzung zwischen Setter, Neufundländer und Wasserpaniel. Die Zuchtbücher von Lord Tweedmouth verraten, dass er 1865 einen gelben Retriever namens Nous kaufte und ihn mit einem Wasserspaniel (eine heute ausgestorbene Rasse) namens Belle verpaarte. Über viele Generationen hinweg wurden weitere andere Rassen wie Retriever mit gewelltem Fell, Irish Setter und sogar ein sandfarbener Bluthund eingekreuzt, bis sich der Golden Retriever zu dem Hund entwickelte, den wir heute kennen. Die erste Eintragung der Rasse ins Zuchtbuch des Kennel Club of England wurde 1903 unter der Bezeichnung Flat-Coated-Retriever (golden) vorgenommen. In Kanada wurde der erste Golden Retriever 1881 vermerkt, und 1890 hielt er seinen Einzug nach Amerika. Dort fand der allerdingst erst 1932 durch den American Kennel Club offizielle Anerkennung und wurde als "seltene Rasse" betitelt. Nach diesen etwas holprigen Anfängen wurde der Golden Retriever zu einer der beliebtesten Rassen überhaupt. Diese Popularität hat er bis heute nicht eingebüßt und er gehört nun seit Jahren zu den am häufigsten registrierten Zuchtrassen.


Der Rassestandard

FCI-Standard Nr. 111, Gruppe 8, Sektion 1: Apportierhunde

Ursprungsland:

Großbritannien

Allgemeines Erscheinungsbild:

Symmetrisch, harmonisch, lebhaft, kraftvoll, ausgeglichene Bewegung; kernig bei freundlichem Ausdruck.

Charakteristika:

Wille zum Gehorsam, intelligent mit natürlicher Anlage zu arbeiten.

Wesen:

Stets freundlich, sowohl Menschen als auch Tieren gegenüber, liebenswürdig und zutraulich.

Kopf und Schädel:

Ausgeglichen und wohlgeformt, breiter Oberkopf, ohne grob zu sein, gut auf dem Hals sitzend, kräftiger, breiter und tiefer Fang. Fang von annähernd gleicher Länge wie der Schädel, ausgeprägter Stop. schwarze Nase

Augen:

Dunkelbraun, weit voneinander eingesetzt, dunkle Lidränder.

Behang:

Mittelgross, ungefähr in Höhe der Augen angesetzt.

Gebiss:

Kräftige Kiefer mit einem perfekten, regelmässigen und vollständigen Scherengebiß, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.

Hals:

Von guter Länge, trocken und muskulös, keine Wamme.

Vorhand:

Vorderläufe gerade mit kräftigen Knochen, Schultern gut zurückliegend, langes Schulterblatt bei gleicher Oberarmlänge, dadurch gut unter den Rumpf gestellt. Ellenbogen gut anliegend. Von vorne gesehen sollen die Vorderläufe und Ellenbogen gerade stehen, weder nach innen, noch nach außen gedreht. Die Vorderläufe sollen kräftige Knochen aufweisen, die das Gewicht des Hundes mit Leichtigkeit tragen. Der Rücken sollte eine gerade Linie vom Widerrist zum Rutenansatz bilden und weder abfallend noch hochgezogen sein.

Gebäude:

Ausgeglichen, kurz in der Lendenpartie, mächtiger Brustkorb. Rippen tief und gut gewölbt. Gerade obere Linie.

Hinterhand:

Lende und Läufe kräftig und muskulös. Unterschenkel von guter Länge, gut gewinkelte Kniegelenke. Tiefe Sprunggelenke, die, von hinten betrachtet, gerade sind, nicht ein- oder ausdrehend. Kuhhessigkeit ist im höchsten Maße unerwünscht. Die kräftige Muskulatur der Lendenpartie geht in eine ebenso kräftige Hinterhand über. Der Oberschenkel ist sowohl breit wie auch muskulös, der Unterschenkel lang, der Knochen zwischen Sprunggelenk und Pfote kurz.

Pfoten:

Rund und geschlossen, nicht zu gross. Die Zehen nicht zu lang und gut gekrümmt, die Ballen ausgebildet und kräftig. Katzenpfoten.

Rute:

In Höhe der Rückenlinie angesetzt und getragen, bis zu den Sprunggelenken reichend, ohne Biegung am Rutenende. Der Rutenansatz verläuft in einer Linie mit dem Rücken. Die Rute wird gerade getragen, entweder in der Höhe des Rückens oder ein wenig darüber, aber weder hoch über dem Rücken getragen noch herunterhängend zwischen den Hinterläufen. Sie sollte auf der Unterseite eine gute Befederung aufweisen.

Gangart/Bewegung:

Kraftvoll mit gutem Schub. Gerade und parallel in Vor- und Hinterhand. Vortritt ausgreifend und frei, dabei in der Vorhand ohne ein Zeichen des Steppens. In der Bewegung sollte der Golden Retriever ein flüssiges, raumgreifendes Gangwerk zeigen mit viel Schub aus der Hinterhand. Die Vorderläufe werden dabei nicht zu hoch gehoben, die Pfoten und der Vordermittelfuss drehen sich weder ein- noch auswärts. Die Beine bewegen sich parallel.

Haarkleid:

Glatt oder wellig mit guter Befederung, dichte wasserabstossende Unterwolle.

Farbe:

Jede Schattierung von gold oder cremefarben, weder rot noch mahagoni. Einige wenige weiße Haare, allerdings nur an der Brust, sind zulässig.

Grösse/Schulterhöhe:

Rüden: 56-61 cm.
Hündinnen: 51-56 cm.


Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte. Anmerkung: Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.